Wofür lohnt es sich zu leben? Fronleichnamsfeier auf Haus Assen – SJM – Servi Jesu et Mariae
https://i0.wp.com/www.sjm-online.org/wp-content/uploads/2021/06/DSC02765-001.jpg?resize=850%2C301&ssl=1

Wofür lohnt es sich zu leben?
Fronleichnamsfeier auf Haus Assen

Je näher der Fronleichnamstag kam, umso größer wurde die Zahl der Anmeldungen und umso besser die Wettervorhersagen. Drei zusätzliche Altäre waren aufgebaut worden, viele fleißige Hände hatten Blumenteppiche gelegt. So feierten wir bei schönstem Wetter mit 200 Gläubigen das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Eine große Schar von Ministranten dienten bei den heiligen Mysterien, der Gesang wurde von einer Mädchen- und Frauenschola gestaltet. Da im Freien Volksgesang erlaubt war, war nach langer Zeit auch Gemeindegesang wieder möglich.

Wofür lohnt es sich zu leben, fragte bei der Predigt P. Roland. Die beiden Seligen Karl Leisner und Carlo Acutis haben durch ihr Leben ein mitreißendes Beispiel gegeben, dass die heilige Messe einen überaus lohnenswerten Lebensinhalt darstellt. Karl Leisner war als Diakon ins KZ Dachau gekommen und dort im Geheimen durch einen inhaftierten französischen Bischof zum Priester geweiht worden. Seine Primizmesse, die er am 26. Dezember 1944 ebenfalls im Konzentrationslager feierte, blieb seine einzige heilige Messe. An den Folgen der KZ-Haft starb er bereits am 12. August 1945. Carlo Acutis (1991-2006), ein junges Computer-Genie, ging nach seiner Frühkommunion täglich zur heiligen Messe. „Die heilige Messe ist meine Autobahn zum Himmel“, lautet eine seiner einprägsamen Aussagen. Sein technisches Talent nutzte er und stellte in 3-jähriger Arbeit sämtliche eucharistische Wunder, von denen er Fakten und Bilder finden konnte, auf einer von ihm entworfenen und heute noch abrufbaren Internetseite zusammen.

Nach der Fronleichnamsmesse zogen wir im langen Zug zu den drei Altären. Ein kleines Blechbläser-Ensemble begleitete den Gesang, und so durften wir unseren Heiland unter der eucharistischen Gestalt durch unseren wunderbaren Park tragen. Blumenstreuende Mädchen gingen dem Allerheiligsten voraus, die Gläubigen folgten dem Baldachin nach. Viermal wurde die Frohbotschaft des Evangeliums verkündet, viermal stiegen unsere Bitten auf zum Himmel, viermal läuteten die Glocken zum eucharistischen Segen. Zum Te Deum wurde der Heiland zurück in Kapelle getragen, mit „Wundervoll prächtige“ ging das Fest zu Ende.