Habemus Generalem – SJM – Servi Jesu et Mariae

Habemus Generalem

DSC_0529-002Pressemitteilung

Vom 7. bis 11. Juli 2014 hat das Generalkapitel der Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens (SJM) in Blindenmarkt (NÖ) stattgefunden. Alle sechs Jahre tritt das ordentliche Generalkapitel zusammen, um u.a. für die nächste Amtsperiode den Generaloberen zu wählen. Bereits am ersten Wahltag wurde P. Paul Schindele SJM mit großer Mehrheit zum neuen Generaloberen gewählt. Er folgt in diesem Amt P. Anton Bentlage SJM, der seit 2008, dem Jahr des plötzlichen Heimgangs des Gründers P. Andreas Hönisch SJM, die Kongregation geleitet hat.

P. Paul Schindele wurde am 27. März 1968 in Karlsruhe geboren. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Kongregation und hat seit über 10 Jahren als Generalsekretär eng mit der Ordensleitung zusammengearbeitet, erst mit P. Hönisch, zuletzt mit P. Bentlage. Im Jahr 2008 wurde er zum Bundeskuraten der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE) gewählt und war damit zusätzlich intensiv in der Jugendarbeit aktiv.

Interview mit P. Schindele

Lieber P. Schindele, welche Gedanken gehen Ihnen als neuer Generaloberer der SJM durch den Kopf?
Ziemlich viele. Beim gestrigen Mittagessen, kurz vor der eigentlichen Wahl, hat sich unser Lektor bei Tisch den Spaß erlaubt, die reguläre Leseordnung zu ändern und die Fabel aus dem Buch der Richter Kapitel 9 zu lesen: Die Bäume des Waldes sind auf der Suche nach einem neuen König. Und wen trifft es am Ende? Nicht den Ölbaum, nicht den Feigenbaum, auch nicht den Weinstock, sondern den Dornstrauch. Naja, irgendwie so ähnlich fühle ich es auch [lacht].

Wo sehen Sie Ihre Hauptaufgaben für die nächsten sechs Jahre?
In erster Linie möchte ich die Arbeit des bisherigen Generaloberen in Kontinuität fortführen. Die Kongregation hat P. Bentlage sehr viel zu verdanken. In der Zeit direkt nach dem plötzlichen Heimgang unseres Gründers P. Hönisch im Jahr 2008, hat er in einer schwierigen Phase unseren Orden mit viel Geschick und vor allem mit viel persönlichem Einsatz geleitet. Als Generalsekretär durfte ich dies aus nächster Nähe miterleben. Diese Arbeit möchte ich weiterführen. Natürlich werde ich auch eigene und neue Schwerpunkte setzen. Aber für die Benennung von konkreten Projekten ist es heute noch zu früh.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
An erster Stelle: Wachstum unsere Kongregation an Heiligkeit. Je mehr jeder Einzelne mit Christus verbunden ist, je mehr er hier seine wichtigste und schönste Berufung sieht, desto erfüllter wird sein eigenes Leben sein, desto besser wird sich die SJM als Gemeinschaft entwickeln, desto besser werden wir auch für die Kirche und für alle Menschen wirken können. Hier helfen zu dürfen und zu können, ist mein erster Wunsch. Und natürlich bitte ich alle Gläubigen, die sich mit der SJM verbunden wissen, mich in meiner neuen Aufgabe mit Gebet und Opfer zu unterstützen. Als Oberer kann man Worte säen; das gute Gedeihen des Samens aber muss von oben geschenkt werden.

Vielen Dank für das Gespräch.