Quam dilecta tabernacula tua, Domine virtutum!
Wie lieb ist Deine Wohnung, o Herr der Himmelsheere!
Der zweite Ministrantenkurs im Ordenshaus
der SJM im österreichischen Blindenmarkt vom 17. Oktober bis 6.
November 2009
Zweifellos war es für viele der Jungen schwer,
alle Antworten der hl. Messe von Ad Deum qui laetificat
iuventutem meam im Stufengebet bis zum Deo gratias am
Ende des Schlussevangeliums zu lernen. Beim Suscipiat
in der Opferung hieß es manchmal „ulitatem“ statt
utilitatem, aber am Schluss konnten (fast) alle die Messgebete
fehlerfrei und auswendig. Und vor allem das fehlerlose Ministrieren
wurde gelernt: von der Kniebeuge, der richtigen Händehaltung, der
Kopfverneigung, der mittleren und tiefen
Verneigung bis zu den
Feinheiten, mit welcher Hand der Leuchter getragen oder mit wie
vielen Zügen inzensiert wird. Da der Dienst des Thuriferars, des
Rauchfassträgers, heiß begehrt war, wussten letztlich alle Jungen
Bescheid, dass das Allerheiligste und der Priester mit drei
Doppelzügen, der Diakon mit zwei Doppelzügen, Zeremoniar und
Akolythen mit jeweils einem einfachen und das Volk mit drei
einfachen Zügen beräuchert wird.
Aber nicht nur die forma extraordinaria
der heiligen Messe mit ihren drei Möglichkeiten, der still
gefeierten hl. Messe, dem sonn- und festtäglichen gesungenen Amt
sowie dem levitierten Hochamt an Hochfesten, wurde gelernt, sondern
auch die forma ordinaria als der in Deutsch oder Latein
gesprochenen Messe und als feierlich gesungenes Amt.
Insgesamt 28 Jungen aus ganz Deutschland im Alter von 9-19 Jahren waren gekommen, sogar ein Junge aus der Gegend von Görlitz, zu denen sich noch zwei Postulanten (Neueingetretene) der SJM gesellten. Da die Termine der Herbstferien in den deutschen Bundesländern verschieden sind, musste der Kurs in drei Etappen stattfinden, zuerst für die Jungen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen, dann für die Jungen aus Baden-Württemberg und schließlich für die Jungen aus Bayern, von denen bereits vier am ersten, vorjährigen Kurs teilgenommen hatten. Am Ende bekam jeder Ministrant ein Testimonium, dass er in beiden Formen der hl. Messe ministrieren und die Messgebete auswendig kann. Zwei der älteren Jungen qualifizierten sich für den Dienst als Zeremoniar.
Der Kurs wurde geistlich begleitet von den
Hochwürdigen Kuraten P. Dr. Martin Linner SJM und P. Franz Krenzel
SJM, die in täglichen Katechesen über die Themen „Streben nach
Vollkommenheit“, „Gebet“, „hl. Messe“ und „Berufung“ sprachen. Die
Jungen waren eifrig dabei und nutzten abends öfter die Gelegenheit,
zusammen mit den Ordensleuten der SJM Punkte zur Betrachtung zu
erhalten. Sogar H. H. P. Florian Birle SJM kam zum Zuge; er gab in
der ersten Etappe des Kurses eine von den Jungen begeistert
aufgenommene Einführung in das richtige Singen und in die
Gregorianik. Das tägliche Fußballspiel am Nachmittag unter der
Leitung und Mitwirkung von Fratres der SJM war für die Jungen
Erholung und eine willkommene Abwechslung.
Der Tagesplan des Kurses orientierte sich am festgelegten Tagesablauf im Ordenshaus, das (bei den Jungen beliebte) Geschirrspülen und -abtrocknen in der Küche mit eingeschlossen. Wie im vergangenen Jahr übernahmen die Jungen vom ersten bis zum letzten Kurstag das gesamte Ministrieren in der täglichen Konventmesse und in der allabendlichen Sakramentsandacht.
Alles geschah zur größeren Ehre Gottes.
Omnia ad maiorem Dei
gloriam!
Turm
Fotos vom Ministrantenkurs 2009 finden Sie hier.
